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1 Topf, 1000 Möglichkeiten und dazu Hülsenfrüchte

Die Sonne verliert an Kraft. Der Wind weht kühler. Wir freuen uns auf Wärmendes. Die perfekte Zeit für herzhafte Eintöpfe ist da. Bunt wie der Herbst dürfen sie sein, denn der beschert uns gerade eine Vielfalt an köstlichen Zutaten. Praktisch, unkompliziert und abwechslungsreich dürfen sie köcheln, ganz von allein.

Mit den Klimaveränderungen verschiebt sich der Erntekalender zwar nach vorn, im Obstbau jedoch bleibt der September der erntereichste Monat. Viele Früchte erreichen jetzt ihren Reifepunkt und ihr volles Aroma. Kernobst wie Äpfel, Birnen, Tafel- und Weintrauben, Steinobst wie Mirabellen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen und Zwetschgen, aber auch späte Beeren wie Brombeeren kommen von den Bäumen und Sträuchern.

Die Tradition, eine komplette Mahlzeit in einem einzigen Topf mit verschiedenen Zutaten garen zu lassen, reicht auf Jahrtausende zurück. Wir finden sie rund um den Erdball. Ob Pot-au-feu, Cassoulet, Gulasch, Irish Stew oder Borschtsch, ob Ribollita, Cocido, Feijoada, Shabu shabu, Pilaw und wie all die Gerichte heissen: Als Grundzutaten der international bekannten Eintopf-Küchenklassiker dienen je nach Anbauregionen Reis, Kartoffeln, alle möglichen Getreidevarianten und: Hülsenfrüchte.

1 Topf, 1000 Möglichkeiten und dazu Hülsenfrüchte
Bio Suisse

Krass, was die alles draufhaben!

Besonders hierzulande haben Leguminosen als Grundlage für das «Alles-in-einen-Topf» Tradition. Aus lokalem Anbau erhältlich sind Gelberbsen, Linsen, Auskernbohnen, seit einigen Jahren auch Kichererbsen. Sie alle schmecken nussig bis herzhaft, aromatisch und nähren wunderbar. Hülsenfrüchte sind besonders reich an pflanzlichem Eiweiss und Nahrungsfasern, enthalten beachtliche Anteile an Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen. Und wenig Fett.

Wer sich für Schweizer Bioprodukte entscheidet, schmeckt den Unterschied nicht nur im Aroma, sondern unterstützt auch eine nachhaltige Landwirtschaft. Nachhaltigkeit ist bei Biohülsenfrüchten keine leere Worthülse: Frei von chemisch-synthetischen Dünge- und Spritzmitteln, über kurze Transportwege erhältlich, schonen sie Klima und Umwelt. Sie bleiben gut haltbar, sind also das ganze Jahr über «saisonal».

Schon auf dem Acker legen diese Eiweissbolzen tolle Eigenschaften an den Tag. Sie benötigen kaum bis keine Düngemittel. Sie tragen viel dazu bei, die Böden zu verbessern, denn in der Erde gehen sie eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein. Das hat eine Anreicherung mit Stickstoff zur Folge, der den nachfolgenden Pflanzen zur Verfügung steht.

Für Menschen, Klima und Umwelt

Der Bund fördert den Anbau von Hülsenfrüchten im Rahmen seiner Ausrichtung hin zu einer Agrar- und Ernährungspolitik, die pflanzliche Proteine im Ackerbau stärken soll. Das ist entschieden besser für Umwelt und Klima, verschlingt doch die Fleischproduktion nach wie vor enorme Ressourcen. Fakt ist: Zwischen 50 und 90% der Erntemengen von Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Sojabohnen werden hierzulande an Tiere verfüttert. Trotz finanzieller Unterstützung gilt der Anbau oft noch als anspruchsvoll. Initiativen und Verbände wie Bio Suisse und ihre Mitgliedorganisationen unterstützen den Markt, auf dass diese teils uralten, so unglaublich wertvollen Ackerfrüchte die inländische Auswahl und Vielfalt bereichern

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