Auch die Wissenschaft belegt, was Kräuterkundige lange schon predigen: Im Hochsommer sind die meisten Pflanzen in Hochform. Sie nehmen die volle Kraft des Sonnenlichts auf. Die Wärme regt sie dazu an, ätherische oder essenzielle Öle, wirksame Alkaloide und Glykoside zu bilden. Jetzt haben sie den Höhepunkt ihrer Qualität erreicht.
Dem Gaumen schmeicheln
Neben ihrer Qualität und ihrer Frische spielt die Verwendungsart von Sommerkräutern eine entscheidende Rolle. Nicht jedes Kraut passt zu jedem Gericht. Beispielsweise eignet sich frisches, leichtes Peterli bestens für Suppen und Salate, süss-pfeffriges Basilikum für Tomaten oder Pesto, kräftig-würziger Thymian oder starker Rosmarin für Fleisch, Schmorgerichte und Kartoffeln oder die Anisnote von Dill hervorragend für Fisch. Spielen die Temperaturen im August in den höchsten Tönen, erfrischen Smoothies mit Pfefferminze oder Eistees mit Zitronenmelisse. Minze und Apfel etwa verbinden sich zu einem sommerlichen Traumpaar, überraschend im traditionellen Apfelkuchen, Apfelmus oder kühlenden Apfelsaft. Glacé, Jogurt, Skyr oder Quark lassen sich mit Thymian und/oder etwas Lavendel im Nu verfeinern und dekorieren. Mit Ausprobieren und etwas Gespür für die Harmonie der traumhaften Aromen hiesiger Kräuter können wir der Leichtigkeit sommerlichen Seins auf die Sprünge helfen.