Der lustige Name hat über das lateinische Wort «cicer» (Erbse) und das althochdeutsche «kihhira» (kichern) den Weg zu uns gefunden. Die milden Kichererbsen mit ihrem etwas nussigen Aroma dienen seit Jahrtausenden als nahrhaftes Grundnahrungsmittel. In Eintöpfen, Suppen, Salaten oder als Basis für Hummus sind sie geschätzt für ihren auserlesenen, natürlich-würzigen Geschmack. Die Körnchen erfreuen sich nicht nur bei Vegetariern und Veganern zunehmender Beliebtheit. Kichererbsen enthalten mehr Eiweiss als so manche Fleischsorte und auch erstaunlich viel Eisen und Kalzium. Ihr hoher Protein- und Ballaststoffgehalt ist legendär. Sie liefern Kohlenhydrate, die lange sättigen. Sie gedeihen rund ums Mittelmeer, in den arabischen Ländern, Vorderasien sowie in Indien, aber auch in Mittel- und Südamerika. Und seit einigen Jahren auch im Bio-Knospe-Anbau in der Schweiz.
Warm und trocken
Mit der Klimaveränderung, zunehmender Trockenheit und wärmeren Temperaturen ist der Anbau dieser Hülsenfrucht in hiesigen Regionen möglich – wenn auch anspruchsvoll. Kichererbsen benötigen warmen Boden, sonniges, trockenes Wetter für gutes Gedeihen und Qualität. Regnet es viel im Frühling, kommt ihnen vor allem das Unkraut zuvor. Dann haben die zarten Pflänzchen nichts zu kichern. Um bis zur Blüte zu gelangen, benötigen sie wiederum genügend Wasser, jedoch keinesfalls Stauwasser! Weil Bio-Landwirtinnen und -Landwirte auf chemisch-synthetische Spritzmittel zur Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen verzichten, setzen sie zuweilen natürliche «Helfer» ein. Sie mischen der Aussaat etwa Gerste- und Leidottersamen zur Stütze bei oder auch Koriander- und Ringelblumensamen gegen die Baumwollkapsel-Eule.
Ernte zum richtigen Zeitpunkt
Feuchtigkeit setzt den Kichererbsen auch während der Ernte zu. Dann kann ein Pilz die reifen Körner befallen, sie werden hässlich braun oder fleckig und schmecken schlecht. Betroffene Körner müssen sorgfältig aussortiert werden. Wetter und Reifegrad spielen eine grosse Rolle für den idealen Erntezeitpunkt. Diesen richtig abzuschätzen ist die hohe Kunst. Nur allzu leicht springen die ausgereiften Erbsen beim Dreschen aus den Kapseln.
In der Küche
Wer seinen Hummus ohne langes Einweichen und Kochen zubereiten möchte, behilft sich mit vorgegarten Kichererbsen. Man wählt diese aufgrund des in Dosenprodukten enthaltenen Bisphenol A (BPA) idealerweise im Glas. Wie die getrockneten Körnchen sind auch sie in Knospe-Qualität von Bio Suisse erhältlich, was eine nachhaltige Landwirtschaft und kurze Transportwege unterstützt. Übrigens: Das dickflüssige Kochwasser (Aquafaba) ist zum Wegspülen viel zu schade. Es lässt sich ganz einfach steifschlagen und wie Eischnee oder auch als Mayonnaise-Alternative verwenden.