Täglich fünf Portionen, bunt und saisonal, davon drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Früchte: So empfiehlt es das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit auf Stufe 2 seiner Lebensmittelpyramide. Auf Stufe 1 platziert es Getränke – ein bis zwei Liter Wasser täglich zum Beispiel werden geraten. Säfte bestehen zum Grossteil aus Wasser, sind also unter gewissen Voraussetzungen eine wunderbare Variante, um zum Erreichen des auf Landesebene empfohlenen Tagespensums beizutragen. Denn auch zu Saft verarbeitet, bleiben viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien von Früchten und Gemüse erhalten. Mehr noch: Viele der konzentrierten Inhaltsstoffe können in flüssiger Form von unserem Körper sogar besser aufgenommen werden. Sie vermögen überdies Entgiftungsprozesse wirksam zu unterstützen. Der natürliche Zuckergehalt aus Obst und Gemüse liefert schnell verfügbare Energie, ohne die Nachteile von verarbeitetem Zucker. Wer aufgrund empfindlicher Magen-Darm-Bedingungen Schwierigkeiten hat, ganze Früchte zu verdauen, dem bieten sie wegen ihrer niedrigeren Ballaststoffanteile eine verträglichere Variante.
Nur so gut wie Zutaten und Verarbeitung
Wirklich hochwertige Säfte im Verkaufsangebot sind naturnah, hergestellt aus guten, ausgereiften Biorohstoffen. Ihre Qualität beginnt beim Anbau. Frei von chemisch-synthetischen Rückständen und schädlichen Pestiziden gedeihen sie auf gesunden Böden. Dies trägt dazu bei, dass Bio-Knospe-Obst und -Gemüse einen nachweislich höheren Nährstoffgehalt mit mehr Pflanzenstoffen und Vitaminen zu bieten haben. Nach der Ernte erfolgt ihre Verarbeitung mit schonender Sorgfalt, ganz ohne künstliche Aromen, Konservierungs- und Farbstoffe. Zur Haltbarmachung werden handelsübliche Säfte pasteurisiert. Je kürzer die Pasteurisationsdauer und je tiefer die dabei verwendete Temperatur, desto schonender wirkt sich dies auf die wertvollen Inhaltsstoffe aus. Nicht zuletzt mündet dies alles in ein authentisches, intensives Geschmackserlebnis.
Der ultimative Powersaft
Obst und Gemüse lässt sich mit einem Entsafter unkompliziert selbst herstellen. Für die Beschaffung der Rohstoffe besonders wichtig: möglichst auf saisonale, regionale Produkte in Bioqualität achten. Denn wer in den vollen Genuss der wohltuenden Inhaltsstoffe, der Frische, der Reife und des natürlichen Geschmacks kommen möchte, wird Ingredienzen mit langen Transportwegen möglichst vermeiden. Was hierzulande gerade reif ist, zeigt der Saisonkalender auf bio-suisse.ch im Überblick. Die Palette ist erstaunlich vielseitig, und sie bietet eine ungeahnte Quelle der Inspiration! Gerade Gemüse gehört zu den kalorienärmsten Lebensmitteln mit einer hohen Nährstoffdichte. Es beinhaltet vor allem B-Vitamine, Vitamin C, aber auch Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. So sind etwa Brunnenkresse, Chinakohl, Mangold, Randenblätter und Spinat bezüglich ihrer Nährstoffdichte mit den höchsten Werten gesegnet. Damit eignen sich diese heimischen «Grünen» ideal für Powersäfte – dicht gefolgt von Rüebli, Grünkohl, Rosenkohl und Broccoli, die durch ihren fabelhaften Vitaminreichtum glänzen. In der Liga hiesiger Früchte spielen Schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, aber auch Äpfel und Birnen dank ihres Nährstoffreichtums ganz oben mit.
Bei all dem Guten ist es ratsam, nur so viel zu entsaften, wie man zügig konsumiert. Auch in der luftdichten Flasche im Kühlschrank sind frische Säfte viel zu kostbar, um länger als 48 Stunden warten zu müssen.