19-08 Workshop Gemeinschaftsbildung 5

Workshop Gemeinschaftsbildung im August

Gemeinsam starke Zukunftsperspektiven

Vor wenigen Tagen haben wir mit interessierten Kunden in einem zweiten Workshop darüber gesprochen, was uns verbindet und wie wir dies zum Ausdruck bringen können. Ziel: Für Bio-Interessierten soll der lokale Bioladen wieder die Adresse erster Wahl werden. Der Biofachhandel und die einzelnen Läden sollen sicht- und greifbarer werden; ihre Werte sofort erkennbar, das Angebot kommunizierbar.

29.08.2019 Manuela Kägi

Die Zeit ist reif und der Willen gross, sich als Gleichgesinnten einer Gemeinschaft zusammenzutun und Kräfte zu bündeln. So waren sich alle Teilnehmenden einig, dass die Gemeinschaft auch einen Namen bekommen soll: diese Marke macht die teilnehmenden Bioläden als solche erkennbar und ist auch der Absender von gemeinsamer Kommunikation.

Teilnehmende der Gemeinschaft bekommen Informationen über Initiativen und grössere Sortimentsentscheidungen aus erster Hand an den Workshops mit und können sich hier einbringen. Angeregt diskutiert wurde unter anderem die neustartende UnternehmerInnensuche.


Konditionen, Rechte und Pflichten

Bei einer Gemeinschaft und einem Gemeinschaftsmarketing kann man sich gut vorstellen, dass es Marketingmaterialen gibt, einen Schriftzug oder ein Logo am Laden. Aber was bedeutet es in den Konditionen? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Werde ich in der individuellen Freiheit eingeschränkt und wenn ja für welche Gegenleistung. Um diese Punkte haben wir intensiv diskutiert und das wird der nächste relevante Schritt. Eine Verbindlichkeit zu Rechten und Pflichten schaffen – schliesslich wollen wir gemeinsam kommunizieren und dem Konsumenten ein Versprechen abgeben. Das Versprechen wofür wir einstehen und was er bei uns erhält. Ich fand es persönlich sehr schön, dass wir uns alle einig sind, dass es in dieser Gemeinschaft um das Geben und Empfangen in einem partnerschaftlichen Zusammenspiel geht: Win-Win-Win, für den Produzenten, den Grosshandel und den Biofachhändler.


Und was ist mit «viel grün»?

Im Rahmen der Diskussionen kamen auch Fragen zu viel grün auf. Wie steht Bio Partner dazu, was ist unser Bezug, wo sind Überschneidungen, braucht es mehrere Initiativen? Bio Partner begrüsst Initiativen im Biofachhandel sehr, wir sind im Gespräch mit viel grün und unsere Türe ist offen. Ihr Programm hat Parallelen mit unserer geplanten Gemeinschaft – zum Beispiel, dass beide die Sichtbarkeit von Bioläden erhöhen wollen. Es ist wünschenswert, auf dem Weg Synergien zu entdecken und unsere Anstrengungen bündeln zu können. Für uns ist aber auch klar: Wir verfolgen unsere Ziele weiter und investieren in die Gemeinschaft.

UnternehmerInnensuche

Mit «Renaissance» will Bio Partner einhundert unabhängige Biofachhändler gewinnen und gemeinsam mit ihnen moderne und grosszügige Bioläden eröffnen, die fit sind für die Herausforderungen der Zukunft. Wir haben einen grossen Bedarf an NachfolgerInnen für die Bioladenszene Schweiz und wir möchten zeigen, dass ein eigener Bioladen, insbesondere mit vielfältiger Unterstützung, ein attraktives Geschäftsmodell ist. Per September starten wir auf verschiedenen Kanälen eine UnternehmerInnensuche. Wir ermutigen Menschen mit ausgeprägtem Unternehmergeist, einen eigenen Bioladen zu eröffnen. Dabei packen wir selbst mit an und wollen MacherInnen beim Machen unter die Arme greifen. Unter www.meinBioladen.ch, auf jobs.ch und linkedin sind Stelleninserate für diese mutigen MacherInnen geschaltet.

Im Workshop wurde die Kampagne mit Begeisterung, sowie mit Bedenken empfangen. Die vorherrschende Meinung ist, dass es unsere Branche gut tun wird, wenn mehr erfolgreiche Bioläden da sind; gleichzeitig macht es einem Sorgen, dass gleich um die Ecke ein zweiter Bioladen aufmacht. Das Thema hat Konfliktpotential und wir sehen unsere Aufgabe darin, neue Unternehmer mit bestehenden Ladeninhabern zusammenzubringen, auf der Suche nach Synergien. Betrachtet man den heutigen und zukünftigen Marktanteil von Biolebensmitteln, ist das Potential unbestritten.  Beanspruchen wir diesen Markt für Biofachgeschäfte und überlassen es nicht anderen Formaten.

Wie geht es weiter mit der Gemeinschaft?

Als Nächstes steht auf dem Programm der Gemeinschaft, die Bedingungen zu formulieren. Welche Ansprüche stellen die Läden, welche Bio Partner? Welche Vorteile soll eine Mitgliedschaft bieten? Wofür soll die Gemeinschaft stehen - auf welche gemeinsamen Werten können wir uns einigen? Wie zeigen wir uns nach Aussen?


Und Sie?

Wenn auch Sie und Ihr Team die Notwendigkeit sehen, sich weiterzuentwickeln und einen umfassenden und unverbindlichen Einblick in die Leistungen von Renaissance erhalten möchten, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Ich freue mich darauf, Sie regelmässig zu informieren und auf viele persönliche Kontakte.

Ihre

Manuela Kägi

Leiterin Handel & Gastronomie
Mitglied der Geschäftsleitung

Portrait MAKA 2019-09
Entreprise Spécialisé Biologique Renaissance Échanger