Handwerkliche Verarbeitung von Biolebensmitteln: Vegetarisch und Vegan

Veganer Anbau – eine Alternative auch im Bioland Schweiz?

Vegane Ernährung kommt schrittweise in der Gesellschaft an: sei es als das „besondere Etwas“ oder als Ausdruck einer fundamental anders gestalteten Ernährungs- und Lebensweise. Zunehmend mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, was eigentlich einen herkömmlichen Biosalat von der veganen Variante unterscheidet. Ist es möglich, ohne tierische Dünger nachhaltigen Biolandbau zu gestalten? „Ja“, finden die rund 100 Biobetriebe, die dem „Biocyclic-Vegan Network“ angehören. Für sie stellt die Anerkennung der  Biozyklisch-Veganen Richtlinien Ende 2017 durch den weltweiten Biodachverband IFOAM einen Meilenstein dar. Diese Richtlinien schreiben Dünger und Hilfsstoffe auf rein pflanzlicher Basis vor, tierischer Exkremente oder Körperteile sind verboten. Die meisten Richtlinien sind mit denen des Biolandbaus praktisch identisch. Doch welche Perspektiven bietet diese Methode im Grasland Schweiz? Anstelle eines Grabenkampfes zwischen Tierhaltern und Veganern bahnt sich hier eine „Koalition der Klugen“ an: Landwirtinnen und Landwirte, Verarbeiter und weitere Fachleute, denen höchste Standards für Nutztiere am Herzen liegen, arbeiten gemeinsam mit Akteuren aus dem Vegan-Sektor daran, den Konsum tierischer Produkte zu reduzieren und  parallel zu einer ressourcenschonenden Biotierhaltung auch die biovegane Landwirtschaft weiterzuentwickeln. Wie schön, wenn dann die neue vegane oder vegetarische Vielfalt schmackhaft und bekömmlich häufiger auf dem Teller zu finden ist. Dies obwohl noch offen ist, ob auch ein veganer Biolandbau die Welt ernähren könnte.

Weiteres am Kurs: „Handwerkliche Verarbeitung von Biolebensmitteln: Vegetarisch und Vegan“ am 16. April am FiBL in Frick.

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