Vier Linden am Goldbrunnenplatz: Pläne an der Bauwand

Vier Linden am Goldbrunnenplatz: Pläne an der Bauwand

Von der Planungs- in die Bauphase: Vier Linden am Goldbrunnenplatz

Ein ausgehöhlter Raum, Baupläne an der Wand, Gespräche zwischen Auftraggeber, Ladenbauplanern und Handwerkern: Der Umbau der Vier Linden am Goldbrunnenplatz Zürich wechselt von der Planungs- in die Bauphase.

01.10.2020 Susan van Osch

Im Februar berichteten wir über den geplanten Umbau der Vier Linden Verkaufsfiliale in enger Zusammenarbeit mit dem Bio Partner Renaissance-Team, der FE-Agentur und Makroplan (Hier geht’s zum Bericht). Ich sprach mit Raphael Stadelmann, Geschäftsführer der Vier Linden Betriebe und wollte wissen, wo sie heute stehen.

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«Das Kickoff mit den Handwerkern vor Ort hat stattgefunden. Dabei ging es darum, die Pläne den Handwerkern vorzustellen, damit diese ihre Offerten und Terminpläne erstellen können. Die Terminierung ist teilweise komplex durch die vielen Abhängigkeiten. Zum Beispiel kann unser geplanter Holzboden erst gelegt werden, wenn der neue Unterlagsboden komplett trocken ist. Der Bodenleger rechnet für die Trocknung sechs Wochen ein – ob diese Schätzung aufgeht, hängt unter anderem auch vom Wetter ab.

Nicht nur unser Laden, sondern das ganze Haus wird umgebaut. Da gibt es im Moment eine Verspätung von mindestens einem Monat.  Statt des Eröffnungstermins im November wird es also frühestens Dezember.»

Sie wollten ein Provisorium aufstellen. Hat das stattgefunden?
«Wir wollten eine einfache Containerlösung. Die Stadt Zürich hat aber sehr strenge Auflagen, auch für temporäre Strukturen, sodass wir aufgegeben haben. Die Hürden, welche die Stadt Zürich aufwirft, scheinen eine Art Taktik der Zermürbung zu sein. Finanziell fällt das fehlende Provisorium nicht so arg ins Gewicht: Es hätte sicher Umsatz gebracht, aber auch hohe Kosten. Unsere wichtigste Motivation für das Provisorium war, unseren Kunden vom Quartier eine gute Zwischenlösung zu bieten.»

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern?
«Momentan sprechen wir mit dem Renaissance-Team vor allem in Bezug auf die Gerätschaften. Für den Ladenbau stehen wir in engem Kontakt mit Makroplan und für die Materialisierung mit der FE-Agentur. Die Absprache läuft sehr gut. Zwischendrin frage ich mich, ob ich mir Sorgen machen muss, dass es noch mehr Verzögerungen geben wird, aber bisher hat alles geklappt. Da zahlt es sich aus, dass alle Partner viel Erfahrung haben, auch mit den Details.»

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Gibt es zu diesem Zeitpunkt Dinge, die Sie bei einem nächsten Mal anders machen würden?
«Ja, die Abklärungen für die Lüftung machen wir beim nächsten Mal früher und genauer. Die Stadt stellte sehr spät die Forderung nach einer Lüftung, mit der wir für diese kleine Fläche nicht gerechnet hatten. Das hat viel Zusatzaufwand verursacht.»

Wie ist Ihre Stimmung in Bezug auf das Projekt?
«Ich bin guten Mutes und freue mich sehr darauf, die Einladungen für die Wiedereröffnung zu verschicken.»

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Stadelmann!

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