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Skizze der neuen Vier Linden Filiale am Golbrunnenplatz

Vier Linden entscheidet sich beim Umbau-Projekt für Renaissance

Der Duft frischgebackenen Holzofen-Zopfes, Geklimper von Geschirr, farbige Kissen auf Holzbänken, knackiger frischgrüner Salat in gefüllten Gestellen, raschelnde braune Brotsäcke mit gezeichneten Getreideähren – in den Filialen der Vier Linden in Zürich geht es lebhaft zu und her.

16.02.2020 Susan van Osch

Die Verkaufsfiliale der Vier Linden am Goldbrunnenplatz gibt es seit dreiundzwanzig Jahren. Sie hat sich von Bäckerei zum Quartierladen entwickelt und bietet nebst Backwaren auch ein ausgewähltes Sortiment an Trockenprodukten und gekühlten Waren – alles bio natürlich. Seit der Gründung gab es keine Änderungen am Standortkonzept; Infrastruktur und Einrichtung blieben immer gleich. Als der Eigentümer der Immobilie einen Umbau ankündigte, nahm Vier Linden die Gelegenheit wahr und machte sich über Erneuerungen Gedanken. Wie kann der Platz besser genutzt werden, wie soll die Einrichtung anno 2020 aussehen, welche Sortimentserweiterungen sind sinnvoll?

Susan van Osch sprach mit Raphael Stadelmann, Geschäftsführer der Vier Linden Betriebe

Herr Stadelmann, wie kam es zur Zusammenarbeit mit Renaissance?
Im Sommer letzten Jahres nahm ich mit Claudio Muschietti vom Bio Partner Renaissance-Team Kontakt auf. Ursprünglich ging es mir darum, eine Übergangslösung für das Geschäft in der Bauphase zu finden. Doch schon bald wurde klar, dass eine weitergehende Zusammenarbeit sinnvoll wäre. Im Dezember entschieden wir uns, die Neugestaltung der Filiale gemeinsam mit dem Renaissance-Team anzugehen, in enger Zusammenarbeit mit der FE Agentur für die Konzeption und Makroplan im Ladenbau.

Obwohl wir weitere Unterstützungsmodelle geprüft haben, war es für uns naheliegend, das Projekt mit unserem Hauptpartner umzusetzen. Die Offenheit und Klarheit der ersten Gespräche mit dem Renaissance-Team waren für die Entscheidung ausschlaggebend. Nun profitieren wir vom gesamten angesammelten Knowhow und werden in unserer Entscheidung bestätigt.

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Was erwartet den Kunden am Goldbrunnenplatz nach dem Umbau?
Wir bieten dem Kunden ein neues Einkaufserlebnis. Der neue Laden bekommt etwas mehr Fläche, das Raumkonzept trifft den Zeitgeist und ist gleichzeitig Ausdruck der Vier Linden Identität. Es beinhaltet unter anderem ein Bistro mit acht Plätzen im Innenbereich und acht Weiteren auf der neugeplanten Terrasse. Unsere alte Einrichtung ist komplett abgeschrieben, die Filiale wird von Grund auf neu. Wir werden hochwertige Materialien einsetzen, damit das Ambiente wirklich stimmt. Unser hoher Qualitätsanspruch gilt nicht nur dem Sortiment, sondern auch der Einrichtung. Der Sortimentsfokus liegt noch stärker als bisher schon auf die Frische. Wir nutzen die Tatsache, dass wir jeden Tag frische Früchte und Gemüse erhalten. Und für die absolute Frische im Gemüseregal hilft zusätzlich, dass wir unsere Ware im Imbiss und in der Backstube bei Bedarf weiterverarbeiten können.

Beim Raumkonzept sind der Vier Linden die Ideen und Vorschläge von Renaissance wegweisend. Für die Einrichtung und Materialisierung ist Dominic Fontijn der FE Agentur im Lead.

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Welchem Terminplan folgen Sie?
Die Vergabe der Baubewilligungen gibt den Takt des Umbaus an. Losgehen solls im Frühling. Mit einem mobilen Provisorium oder einem temporären Ladenlokal wollen wir unseren Stammkunden eine Alternative während der Bauphase bieten – bis wir im Herbst unsere Neueröffnung feiern können.

Im nächsten Schritt werden wir mit dem Ladenbauer das Raumkonzept verfeinern und Offerten bei allen Umsetzungspartnern einholen. Wo sinnvoll, werden wir mit bestehenden Partnern in die Umsetzung gehen. Naheliegend wäre da zum Beispiel der Kältetechnik-Partner, mit wem wir bereits einen Supportvertrag für den Hottingerplatz haben.

Was versprechen Sie sich wirtschaftlich vom Umbau und was sozial?
Vom neu-konzipierten Laden versprechen wir uns eine signifikante Umsatzsteigerung. Für Umbau und Übergangslösung planen wir eine Investition im sechsstelligen Bereich, zu hundert Prozent aus eigenen Mitteln finanziert. Im Zeitraum der ersten drei Jahren nach der Neueröffnung werden wir die Entwicklung genau beobachten und Konzeptjustierungen bei Bedarf laufend vornehmen, damit die Gewinnschwelle möglichst früh erreicht wird.

Vier Linden ist dem Verein der Zürcher Eingliederung zugehörig. Wir bieten Jugendlichen, welche aufgrund psychischer, intellektueller oder körperlicher Schwierigkeiten den Weg ins Arbeitsleben ohne Hilfestellung nicht finden, eine Eingliederung ins Arbeitsleben und damit eine berufliche Perspektive. Die Filiale am Goldbrunnenplatz ist etwas überschaubarer als jene am Hottingerplatz und eignet sich daher gut als Einstieg für unsere Detailhandels-Lernenden. Bisher hatten wir zwei Ausbildungsplätze und nach dem Umbau hoffen wir, diese Zahl auf drei erhöhen zu können.

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In welcher Hinsicht profitieren Sie am Stärksten von der Zusammenarbeit mit Renaissance?
Mit Renaissance stehen wir nicht allein da. Alle Überlegungen, welche sich das Renaissance-Team zusammen mit FE Agentur und Makroplan seit längerem gemacht hat, kommen uns zugute: Was ist gefragt, was ist wichtig, was bringt Erfolg? Welche Erfahrungen gibt es schon und wie können wir diese an unsere Situation anpassen und nutzen? Das Fachhandels-Knowhow ist sehr hilfreich und obwohl wir unser Sortiment am Bestehenden vom Hottingerplatz anlehnen werden, lassen wir uns bei der Sortimentszusammenstellung von Renaissance beraten.

Unsere Erwartungen an die Zusammenarbeit sind bisher erfüllt worden: das Renaissance-Team steht an unserer Seite mit Ideen, Standortberatung, Gestaltungsplänen, Kostenrechnungen, bei Gesprächen zu Mietkonditionen mit dem Eigentümer. Der Eigentümer ist zuständig für den Umbau und wir für den Ausbau. Das Renaissance-Team erfüllt die Schnittstelle dazwischen.

Was raten Sie anderen Ladenverantwortlichen, wenn Sie sich Gedanken zu Änderungen machen?
Einfach mit dem Renaissance-Team Kontakt aufnehmen!

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